Unfassbares aus dem Autoradio am Donnerstagvormittag. Meldung Nummer eins: Berlin bekommt den Strom früher zurück als erwartet. Meldung Nummer zwei: Deutschland erreicht sein Klimaziel. Meldung Nummer drei: Der DAX befindet sich auf Rekordhoch. Drei gute Nachrichten am Stück. Wahnsinn! Wie kann da jemand behaupten, das neue Jahr ginge schlecht los? Von wegen! Wir von Bensing & Reith sorgen dafür, dass 2026 noch superer wird als vergangenes Jahr. Denn wir sind die Wohlfühl- und die Gute-Laune-Agentur. Und alle Teammitglieder verraten dir, liebe ständig wachsende Fangemeinde, was wir für ein tolles Jahr tun werden. Übrigens: Dass wir alle weiße Klamotten anhaben, soll einerseits unseren Friedenswunsch dokumentieren. Andererseits sieht das im Schnee auch recht schön aus. Wir können verstehen, wenn niemand den Text liest, weil er sich nur das Bild anschauen will.
Steffen: Ich muss gestehen, der Begriff „superer“ aus dem Vorspann ist geklaut. Wobei man darüber streiten kann, ob man Dinge klauen kann, die es gar nicht gibt. Jedenfalls ist „superer“ im Freundeskreis entstanden und soll unter anderem unser Lebensgefühl beschreiben. Denn sind wir mal ehrlich: Schlecht geht es uns nicht. Jedenfalls meiner Generation nicht. Mir persönlich ginge es noch viel mehr „superer“, wenn diese Schafferei nicht wäre. Ob ich da auch in Zukunft noch jeden Tag hingehe? Ich kann es nicht versprechen. Andererseits würde ich ja dann den Palast mit seinem Ensemble vermissen. Irgendwie ein Luxusproblem. Und genau das ist mein Vorsatz für 2026: Ich möchte gerne mehr Luxusprobleme haben. Und sie lösen. Ansonsten freue ich mich auf neue Familienmitglieder, den Hessentag und die Fußball-WM. Wenn sie denn stattfindet.
Nico: Meiner Generation geht es auch nicht schlecht. Das glaube ich zumindest. Also, auf mich trifft es jedenfalls zu. Apropos meine Generation: Ich zähle ja zu denen, die sich schlafwandlerisch in beiden Welten bewegen können – in der analogen und der digitalen. Tatsächlich zähle ich zur einzigen Generation jemals, die Smartphones ihren Eltern und ihren Kindern erklären müssen. Dass ich analog aufgewachsen bin, dafür bin ich übrigens sehr dankbar: Kein Handy, sondern nach der Schule zur Telefonzelle gerannt, um der Mama zu sagen, dass ich den Bus verpasst habe. Kassetten aufnehmen, überspielen, das Band mit dem Bleistift zurückdrehen und mit Tesa kleben, falls es gerissen ist. Hach! Wohlig-nostalgische Gefühle, obwohl es ja nur Kleinigkeiten waren. Und damit wären wir bei meinem Vorsatz für 2026: Ich möchte mich mehr an den kleinen Dingen erfreuen. Davon gibt es täglich nämlich ganz schön viele.
Paula:
Die Tage zwischen den Feiertagen habe ich diesmal so sehr entspannt, dass ich mir über Neujahrsvorsätze ehrlich gesagt noch garkeine Gedanken gemacht habe. Aber wie du schon mitbekommen hast, steht auch bei mir in diesem Jahr ein großes Ereignis an: Ich werde heiraten. Und das bringt mich dann doch irgendwie zur ein oder anderen Sache, die ich beherzigen möchte. Ich will genießen können und mir nicht ständig den Kopf über alles zerbrechen. In meiner Generation spricht man von „overthinkern“. Zu dieser Spezies zähle auch ich. Ich will Dinge nicht zerplanen, sondern sie einfach mal auf mich zukommen lassen – auch wenn mir das wirklich schwer fällt. Außerdem wären da noch ein paar kleine Neujahrsvorsätzchen: Ich möchte, dass meine Pflanzen im Wohnzimmer alle überleben, dass meine Badezimmerschublade sortiert bleibt, und ich wieder öfter zum Buch als zum Handy greife.
Caro:
Ich habe beschlossen, 2026 soll das Jahr werden, in dem ich meinem Körper endlich so viel Aufmerksamkeit schenke wie meiner To-do-Liste. Heißt: mehr Yoga, mehr Bewegung und vielleicht ein bisschen weniger Käsebrötchen am Schreibtisch. Gesundheit steht also ganz oben auf der Agenda. Gleich danach kommt aber schon der Gedanke an ein neues Auto, das wohl bald her muss, denn auch die schönste Zen-Haltung bringt nichts, wenn der alte Motor beim Start „Om“ macht. Und weil Balance bekanntlich alles ist, steht über Ostern Urlaub in Thailand auf dem Plan. Körper, Geist und Karosserie, alles soll rund laufen. Klingt nach einem gesunden Konzept, oder?





