Zugegeben, die größten Faschingsjecken sind wir hier nicht in unserem ansonsten so gnadenlos lustigen Team. Manche sind zu alt (Nico) oder konnten noch nie so richtig was mit dem verordneten Frohsinn anfangen (Steffen). Aber: Unsere Caro ist dieses Jahr beim Rosenmontagsumzug in Kleinlüder dabei. Und das war für uns der Anlass, mal in den Schrank mit den Faschingssachen zu schauen. Und siehe da: Da fand sich doch das eine oder andere 1a-Kostümchen. Und so gibt es von uns auch ein paar Tipps für Unentschlossene. Was kann der Narr in diesem Jahr tragen? Oder was sieht bei den Bensing & Reiths schon so scheiße aus, dass man gerne darauf verzichten mag.
Steffen: Ich bin stolzer Besitzer einer ständig wachsenden Ritterausstattung. Helm, Schwert, Schutzschild, Hemd gehören bereits mir. Und seit dem jüngsten Weihnachtsfest lasse ich sogar ein Pferdchen laufen. Na gut: Es ist ein (Stecken-)pferdchen. Eigentlich war das Outfit gar nicht für Fastnacht vorgesehen. Denn – wie erwähnt – hat es eher mit Weihnachten zu tun und dient der Lockerung des Heiligabends. Dann bekommen mein Papa und meine Söhne seit drei Jahren etwas Neues zur Ritter-Aussteuer. Sehr lustig, wenn der knapp 80-jährige Claus Reith mit Helm und Schwert neue Ritter-Gedichte zum besten gibt. Ich könnte ja mal ein Foto von den vier Rittern Reith posten. Das wollen aber meine Söhne nicht. Sie befinden sich auf dem Weg zur Seriosität. Für den nächsten Heiligabend habe ich schon eine Idee. Es gibt Schokolade. Selbstverständlich von Ritter Sport.
Paula: Ich bin ein großer Fan von Gruppenkostümen. Wenn ich mit meinen Mädels zusammen an Rosenmontag weggehe – und das kommt nur so alle zwei bis drei Jahre vor – dann wollen wir alle das gleiche anhaben. Warum? Weil wir uns dann in der Menschenmenge alle schnell wiederfinden. 2024 haben wir uns als rosa Cowgirls verkleidet. Dafür haben wir aus unseren Kleiderschränken Lederjacken rausgeholt und unsere Outfits mit rosa Hut, Tuch und Brille gepimpt. Ob die identischen Outfits beim ein oder anderen Partygast schon mal für Verwechslungen gesorgt haben? Das ist eine andere (Faschings-)Geschichte.
Nico: Ja, Fasching und ich – das ist so eine Sache. Ich bin nicht der größte Narr, der auf diesem Planeten herum läuft. Aber – und da lege ich großen Wert drauf – wenn’s um den WCC geht, dann bin ich ein echter Jecke. Denn mein heimischer Wallrother Carneval Club „Die Wellblooe“ liefert jedes Jahr bei der Fremdensitzung ein Programm zum Mit-den-Ohren-Schlackern ab. Da hab ich großen Spaß dran, deshalb bin ich immer dabei. Das Thema in diesem Jahr lautet Zirkus, und deshalb trage ich natürlich das Outfit eines Dompteurs. Dass ich mir dieses Outfit eigentlich für unsere Late-Night-Show, ebenfalls zum Thema Zirkus, gekauft habe und dass ich davon abgesehen kein einziges Faschingskostüm besitze, das möchte ich nicht an die große Glocke hängen. Dafür aber das geile Bühnenbild, mit dem der WCC in diesem Jahr glänzt. Klar, aus dem Hause Bensing & Reith, denn die Liebe geht erfreulicherweise in beide Richtungen.
Caro: Richtig, liebe ständig wachsende Fangemeinde, ich bin dieses Jahr am fabulösen Romo-Umzug in Kleinlüder dabei – hoch zu Ross, oder besser: hoch zu Huhn! Ich sitze auf meinem bunten Gockel (ja, streng genommen ist’s ein Hahn, aber wer zählt schon Federn?), der so knallig ist, dass er den ganzen Winterblues wegpustet. Manchmal bin ich eben ein verrücktes Huhn! Nach dem dunklen, tristen Winter, wo alles grau-in-grau ist und man sich fragt, ob die Sonne je wiederkommt, ist Fastnacht für mich der ultimative Farbknall. Mein Gockel ist wie ein tragbarer Party-Generator: Ich klettere rein, im Nu ist der Kerl aufgepumpt, und zack ist gute Laune angesagt! Gemeinsam Lachen und Spaß haben, das macht Fastnacht für mich aus!
Du fragst dich bestimmt: Warum ausgerechnet als Huhn? Na ja, das hat ’nen heißen Draht zum Prinzenpaar aus meiner Straße, aber mehr spoil ich nicht. Kommt einfach vorbei, am besten in eurem dollsten Kostüm! Lasst uns Kleinlüder rocken und ich winke euch vom Gockel aus zu. Helau!





