Wir waren’s! Sorry!

Viele geben ja dem Schiri die Schuld, dass die Bayern in der Champions League ausgeschieden sind. Andere sagen, Paris war einfach zu gut und nochmal andere sagen, dass der FCB einfach zu schlecht an diesem Tag war. Nico und ich haben eine andere Vermutung. Und die treibt uns so um, dass wir seit Mittwochnacht kaum ein Auge zugemacht haben. Wir befürchten: Wir waren’s. Wir sind schuld. Sorry!

Von Steffen Reith

Seit es unsere Agentur gibt, machen Nico und ich regelmäßig Ausflüge zu Spielen von Bayern München. „Langweilig“ wird ein Teil der ständig wachsenden Fangemeinde sagen. „Fahrt doch mal zu einem anderen Verein“ könnte ebenfalls kommen. Aber das geht halt leider nicht: Schließlich haben wir einen gewissen Anspruch und wollen guten Fußball sehen. Und da bleibt halt nur Bayern München übrig.

Wir haben schon tolle Siege in der Bundesliga und Pokalerfolge im Stadion erlebt. Doch in einem Wettbewerb hapert es gewaltig. In der Champions League haben wir es im Duo noch nicht einmal erlebt, dass die Bayern ein Spiel gewinnen. Sportler sind ja immer ein bisschen abergläubisch. Und deshalb haben wir die Befürchtung, dass unsere Anwesenheit im Stadion der Grund für das Ausscheiden der Bayern ist. Wenn das tatsächlich so ist, dann entschuldigen wir uns in aller Form bei Trainer, Mannschaft, Fans und Uli Hoeneß.

Ihr glaubt, die Vermutung ist abwegig. Aber kann es nicht irgendwie sein, dass die Nachricht von unserer Anwesenheit vor dem Spiel zur Mannschaft schwappte? Und die Spieler fühlten sich so unter Druck gesetzt, dass sie nicht liefern konnten. Andere These: Die Spieler schauten in den ersten Minuten gar nicht so sehr auf den Ball, sondern eher ins Publikum, um die beiden gutherzigen Kanaillen aus Osthessen ausfindig zu machen.

Spekulationen sind müßig. Wir fahren jedenfalls erst gemeinsam wieder hin, wenn die Champions League auf 1000 Teams ausgebaut ist und Bayern den finnischen Zweitligameister empfängt. Das ist aktuell der FC Lahti. Das Team besteht angeblich aus Ski-Langläufern, die im Sommer nichts zu tun haben. Aber das ist eine andere Geschichte.

Kleine Anekdote zum Schluss: Der Schiri vom Mittwoch war in unserem Hotel untergebracht. Wir warteten mindestens jeweils sieben Biere lang, bis wir diese Pfeife aufmischen konnten. Dann hat uns der Schlaf übermannt. Vielleicht ist er auch durch den Hintereingang rein. Oder wir haben ihn einfach nicht mehr erkannt.

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