Ach, was war die Freude groß, als ich vor genau einem Jahr meinen neuen, kleinen, unversehrten Smart beim Autohaus Schade abholte! Ich weiß es noch, als sei es gestern gewesen: Gemeinsam mit meinen Eltern nahm ich in Bad Hersfeld mein erstes eigenes Auto in Empfang! Ja, die Freude war so groß, dass wir uns sogar einen kleinen Sekt aufmachten. Heute nach genau einem Jahr könnte ich das alkoholische Getränk auch gut gebrauchen – aber aus einem ganz anderen Grund: Mein Smart ist nicht mehr unversehrt, und ich fahre auch kein kleines Auto mehr. Liebe ständig wachsende Fangemeinde: Mach dich gefasst auf eine Geschichte, die dich schockieren wird, und durch die du ein tiefes Mitleidsgefühl für mich entwickeln wirst. Oder doch nicht?

Von Paula Mainusch 

Das Verhältnis zwischen mir und Autos ist seit Jahren verflucht. Ich nehme dich mit auf eine kleine Zeitreise. Vor gut eineinhalb Jahren, als ich frisch mit meinem Freund zusammengezogen war, fuhr mir sein Vater zweimal hintereinander in das Auto meiner Mama. Davon habe ich dir schon berichtet. Kurz danach das nächste Unglück: Ich war mit meiner Freundin unterwegs zum Weihnachtsshopping, guckte nicht richtig und fuhr mit meinem nur zwei Wochen alten Smart ihrem Auto hinten rein. Auch diese Geschichte war Thema eines Blogtextes (Autounfall Nummer 1, 2 und 3). 

Kaum hatte ich das verarbeitet, der nächste Vorfall. Wir fuhren mit dem Auto einer Freundin nach Mannheim zu einem Konzert und mussten dort die Nacht verbringen, weil das Fahrzeug nicht ansprang. Erinnerst du dich (Autounfall Nummer 4)? Anscheinend übertrage ich mein Pech mit Autos auch auf andere Personen. Aber das ist eine andere Geschichte. 

Kurz vor der legendären Nacht in Mannheim ereignete sich übrigens ein zweiter Unfall mit meinem Smart. Darüber habe ich ausnahmsweise mal keinen Blogtext geschrieben. Wahrscheinlich, weil ich wieder selbst Schuld war. Um die Schäden zu reparieren, brachte ich das Auto vergangenen Dienstag nach Bad Hersfeld. Freitag sollte ich ihn abholen – die Betonung liegt auf sollte. Denn gerade als ich meinen Leihwagen tankte und mich mit meiner Mama auf den Weg zum Autohaus machen wollte, bekam ich einen Anruf, der alles veränderte. 

Herr XYZ (aus datenschutzrechtlichen Gründen so genannt): „Guten Tag Frau Mainusch, wir müssen Ihnen leider mitteilen, dass sich die Reparatur Ihres Fahrzeuges verzögert.“

Ich: „Das ist ja schade. Fehlen etwa noch die Ersatzteile?“

Herr XYZ: „Nein, nein. Leider … ist vor 15 Minuten etwas passiert. Unser Lieferant hat Ihr Auto mit seinem LKW erwischt.“ 

Ich: „Oh. Und … wie ist die Lage? Wie sieht mein Auto aus? Ist viel kaputt?“

Herr XYZ: „Naja, die Hintertür sieht ganz schön mitgenommen aus, und Scheiben hat der Smart auch nicht mehr so wirklich.“ 

Ich: „Ooookaaaayyyy?!“

Zwei Tage nach dem Gespräch erreichte mich folgendes Foto: 

Wieviel Pech kann man eigentlich haben? Mein armer, kleiner, zerstörter und nicht mehr frisch reparierter Smart: Die Freude war doch so groß, als ich ihn vor einem Jahr abholte…

Und wenn du dich jetzt berechtigterweise fragst, wie ich weiterhin jeden Tag zum Gedankenturm gefahren komme, dann schau dir doch einfach das Beitragsbild an. Die haben mir doch tatsächlich als Leihwagen einen Mercedes CLA gegeben. Man, ist das ein schweinegeiles Gefährt! Schätzungsweise muss ich den jetzt vier Monate fahren. Hoffentlich dauern die Reparaturarbeiten länger. Ich werde dich definitiv auf dem Laufenden halten – und zwar in der brandneuen Blogtext-Kategorie „Die Auto-Pauli“.

Da erfährst du ab jetzt regelmäßig, wie es um meine Beziehungen mit Autos steht. Sei gespannt, welche Geschichten ich mit meinem neuen Benz erleben werde, und neben welchem Fahrzeug ich beim nächsten Beitrag der Kategorie posiere. Fortsetzung folgt. 

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