Ein Teil der ständig wachsenden Fangemeinde wird sich denken: „Was haben die beiden Verrückten aus dem Gedankenpalast denn jetzt wieder ausgeheckt?“ Andere werden sagen: „Gute Idee!“ Und dann gibt es sicher welche, die finden: „Gottseidank machen sie kein Fernsehen. Da bleibt mir der Anblick erspart.“ Fakt ist: Wir machen Radio für Osthessen.
Von Steffen Reith
So ganz neu ist das Projekt ja nicht: Schließlich sind Nico und ich schon seit einiger Zeit Gesellschafter bei Radio MKW, der Main-Kinzig-Welle. Aber nun nimmt das Projekt Fahrt auf: Ab 1. August heißt der Sender OH.FM Osthessen-Radio. Wir wollen aus den Landkreisen Fulda, Main-Kinzigw, Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg berichten und sind sicher, dass wir im wahrsten Sinne des Wortes Gehör finden werden.
Denn lokale Nachrichten, Reportagen und Interviews aufs Ohr gibt es aus unserer Region recht selten. Und weil wir die journalistische Kompetenz haben, ist es sehr okay, dass wir hier mit im Boot sind. Da sitzen übrigens lauter kompetente Menschen. Gründer und Geschäftsführer Jürgen „Jay“ Hess, die Wirtschaftsfachfrau Kerstin Cieslik-Pfeifer, Carsten Ullrich, 18 Jahre Bürgermeister und zuständig für bürgernahe Kommunalpolitik sind schon langer mit dabei. Mit an Bord gestiegen ist Ralph Görlich, Inhaber, Gründer und Geschäftsführer von Osthessen-Zeitung. Der hatte die ganze Zeit schon Bock auf Radio und griff zum Hörer, als er von unserem Engagement bei Radio MKW erfuhr. Mit Ralph saß ich übrigens vor 30 Jahren schon in der Sportredaktion der Fuldaer Zeitung.
Das sind also die Leute an der Spitze des Senders. Freilich agieren noch viele Leute im Hintergrund, um das Projekt ins Laufen zu bekommen.
Uns hilft es natürlich, dass wir nicht von vorne anfangen müssen. Es gibt in Gründau ein Studio, dass keine Wünsche offen lässt. Es gibt eine App, die man sich nur herunterladen muss und schon bekommt man 24 Stunden Radio OH auf die Ohren. Es gibt Social-Media-Kanäle mit vielen Followern. Es gibt ein Logo und ein Maskottchen. Es gibt durchweg positive Reaktionen. Und vor allem: Es gibt unglaublich viele Ideen.
Aber: Keine Sorge, liebe ständig wachsende Fangemeinde! Wir bleiben am Boden und konzentrieren uns auf unser Kerngeschäft. Aber Gesellschafter eines Radiosenders zu sein und diesen zu entwickeln: Das ist schon verdammt geil.





