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Ein Fußballtext – nicht nur für Männer

Wir sind ein wenig ausgelaugt, liebe ständig wachsende Fangemeinde! Viel Arbeit liegt nach dieser Woche hinter uns und außerdem auch noch unser zweiter Betriebsausflug. Bensing & Reith auf großer Fahrt. Schon wieder. Beruflich sind wir ideenreich und vielseitig, bei der Urlaubsplanung eher das Gegenteil. Wir sind also wieder nach München gefahren, wieder zum Champions-League-Fußball. Spar dir erst mal deine Häme, lieber fehlgeleiteter Teil der ständig wachsenden Fangemeinde. Der neue Blogtext ist durchaus fußballlastig. Aber keine Sorge, liebe Faninnen! Ihr kommt auch auf eure Kosten. Schließlich gibt es Bilder von uns. Und außerdem mögt ihr ja auch Fußball. 

Viel Spaß bei der Lektüre.

Von Steffen Reith

Wir waren unterwegs (München), die Eintracht war unterwegs (Mailand), unser Bundestagsabgeordneter Michael Brand war unterwegs (Tibet). Irgendwie ist ja jeder immer unterwegs: Und wenn man sich nur vom Bett Richtung Toilette bewegt. Das passiert oft, wenn man krank ist. Oder frisch verliebt. Aber das ist eine andere Geschichte. Dem Thema kann sich vielleicht Kollege Bensing bei Gelegenheit annehmen. Aber das ist ja seine Entscheidung.

Also: Wir waren in München. Die Vorgeschichte: Im Gedankenturm läuft oft der Fernseher. So bekamen wir einst brandaktuell mit, dass im Achtelfinale der Champions League Bayern und Liverpool gemeinsam ausgelost wurden. Kaum war das Zettelchen mit dem Namen „Liverpool“ den Bayern zugeordnet, hatte ich unseren Dealer Jörg kontaktiert und nach Karten für Bayern – Liverpool gefragt. Das Sensationelle bei Jörg: Er sagt nicht: „Mal sehen, was ich tun kann.“ Er fragt: „Wie viele Karten brauchst du?“

So machten wir uns am Mittwoch auf den Weg. Mit dabei noch: der Älteste meiner zahlreichen Söhne und ein guter Freund, der sich kürzlich bei der Weiberfastnacht in Köln einen Riss in der Leiste zugezogen hatte. Aber das ist eine ganz andere Geschichte.

Wir waren jedenfalls Teil einer neunköpfigen Truppe und fuhren mit dem Sprinter der Fuldaer Karneval-Gesellschaft (FKG) gen München. Das mit dem FKG-Bus fand ich klasse. Hatte aber beim Gedanken an Rosenmontag und Hutzelsonntag große Sorge, dass er nicht fahren darf, weil es an diesem Tag so windig war. Sorry, FKG-ler! Der musste sein.

Die Fahrt verlief reibungslos. Wahrscheinlich zu reibungslos! Kein Stau, keine Behinderungen, ruckzuck waren wir im Stadion, hatten noch jede Menge Zeit. „Das läuft alles zu gut“, unkte ich beim Vorab-Bier in der Stadion-Gaststätte. Und behielt natürlich – wie meistens – recht. Die Bayern waren derart schlecht, dass meinem Kumpel alleine vom Zuschauen die Leiste wieder schmerzte. Und eines noch: Wenn Jogi Löw meint, er müsste drei Bayern-Weltmeister rausschmeißen, dann hat er den Falschen im Team gelassen. Neuers Irrgang durch den Strafraum beim 0:1 erinnerte mich an den Heimgang des Elferrates aus der Kerzeller Kneipe. So viel zu diesem Thema. Die Heimfahrt war ebenfalls ereignis- und reibungslos. Gelobt sei noch eine Personalentscheidung des Reiseleiters: Beim letzten Trip hatte ein Fan ein bisschen arg dem Alkohol zugesprochen und so alle Passagiere auf Trab gehalten. Den hatte der Jörg nun zum Fahrer gemacht. Sensationeller Schachzug, an dem sich Jogi Löw ein Beispiel nehmen könnte. Jedenfalls war Ruhe im Bus.

Wir sind jedenfalls nicht unzufrieden: Bei unserem ersten Trip haben wir ein 0:0 gesehen, dieses Mal gab es immerhin vier Tore. Dummerweise haben die Bayern nur eines geschossen. Wenn man es genau nimmt, dann sogar gar keins – war ja ein Eigentor.

Ich bin echt recht froh, dass die Eintracht die deutsche Fahne hochhält. Allen in den vergangenen Jahren arg gebeutelten Frankfurt-Fans gönne ich von Herzen den Erfolg. Mich verwundert nur, dass es so viele gibt, die behaupten, schon immer Eintracht-Fans gewesen zu sein. Wusste ich bis dato gar nicht! Und außerdem bin ich sauer, dass einer meiner zahlreichen Söhne aus dem Bayern-Lager zur Eintracht gewechselt ist. Gibt halt kein Erbe, Pech gehabt! Bleibt mehr für die anderen!

Ansonsten bin ich absolut einverstanden, dass die Eintracht noch im Rennen ist. Und gegen Lissabon gibt es ja sogar die Möglichkeit, noch ne Runde weiterzukommen. Allerdings würde ich die Arschlöcher, die die Bengalos in den Inter-Block und aufs Feld geschmissen haben, bis zum Lebensende aus dem Verein und allen Fanclubs werfen. Wenn die Fans in Lissabon nicht ins Stadion dürfen, dann wird es schwer für die Frankfurter. Denn die haben ihrer Mannschaft in allen Spielen prima geholfen.

Eigentlich wollte ich noch ein paar Zeilen über Jogi Löw verlieren. Aber Kollege Bensing sagt, Aufregung tut mir in meinem Alter und nach dieser Woche nicht gut. Außerdem wollen wir noch zur Trendmesse. Nico meint, da müssten sich alle osthessischen Promis sehen lassen. Und wenn der Chef das sagt, dann werde ich natürlich spuren.

Euch alles Gute für die nächsten Tage! Vielleicht sehen wir uns ja auf der Trendmesse. Und: Nächste Woche schreibe ich über etwas anderes! Versprochen!

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