Sechs!

Herrjemine! Das Corona-Virus ist immer noch da – und es macht nicht den Anschein, als würde sich das alsbald ändern. Wie ist es dir seit Beginn der Pandemie ergangen, liebe ständig wachsende Fangemeinde? Bist du auch fett geworden?

Von Nico Bensing

Sechs! Kilo! So viel habe ich seit Beginn von Corona zugenommen. Am 27. März trat das sogenannte „Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ in Kraft. Ein Freitag war das. Und seit diesem Tag sind es sechs Kilo mehr geworden auf der Waage. In insgesamt 112 Tagen. Macht 53,6 Gramm pro Tag. Oder 2,23 Gramm pro Stunde. Ich kann mir förmlich beim Fetterwerden zusehen.

Klar, jetzt werden einige von euch sagen: „Mensch, Nico – endlich!“ Andere werden sagen: „Steht dir!“ Und wieder andere: „Einen Kerl wie dich kann nix entstellen.“ Ich weiß ja. Aber es gibt da auch noch Steffen. Und der sagt: „Unter der Dachschräge wird es langsam eng. So breit ist der Raum schließlich auch nicht. Du dicker Lump!“

Da bleibt natürlich die Frage: Wie umgehen damit?

Ich habe einen Fünf-Punkte-Plan ausgearbeitet. Erstens: Das Feierabendbier weglassen. Zweitens: Im Fitnessstudio anmelden. Drittens: Wachsen, dann verteilt sich das. Viertens: Die Fußballvorbereitung durchziehen. Fünftens: Steffen auch einen dummen Spruch drücken.

Zugegeben: Punkt fünf hilft nicht beim Abnehmen. Und beim dritten Punkt sehe ich ebenfalls recht niedrige Chancen, dass er jemals eintreten wird. Deshalb konzentriere ich mich auf Nummer eins, zwei und vier. Zu Zweitens: Im Fitnessstudio war ich die Tage, habe mir ein Acht-Wochen-Paket gegönnt. Das muss reichen! Schließlich sollen ja nur die sechs Kilo wieder runter.

Zu Viertens: Die Fußballvorbereitung fängt jetzt an. Ich habe mir ganz fest vorgenommen, mal vorbeizuschauen.

Zu Punkt Nummer eins: Auch das Kein-Bier-Trinken ist kein Problem für mich. Habe ich zu Beginn des Jahres ja auch schon mehr als zwei Monate gemacht. Ich finde: Das könnte ich ja wieder mal tun.

Die ersten Schritte sind also getan.

Bleibt nur noch eine letzte Frage: Wann fange ich damit an?

Schließlich geht’s jetzt erst mal ins Wochenende: Ich finde ja, es herrscht herrlichstes Biergartenwetter. Oder?

Danach fang ich wirklich an. Wie schon Fjodor Dostojewskis Spieler sagte: „Morgen, morgen wird alles ein Ende haben.“