So ein Scheißwetter! Es wird wohl nichts mit Bollerwagen, Bier und Bratwurst an Christi Himmelfahrt und den folgenden Tagen. Aber lassen wir uns davon ins Bockshorn jagen? Nö! Wir von der Bensing-&-Reith-Ratgeber-Redaktion liefern Tipps, wie man trotz Regen und Kälte eine gute Zeit verbringen kann.
Steffen: Ich werde ganz sicher mal zur Messe nach Wächtersbach fahren. Das kann ich jedem nur empfehlen. Das liegt auch für die Fuldaer in unserer Fangemeinde quasi vor der Haustür. Die Messe in Wächtersbach präsentiert spannende Produkte für alle Altersgruppen. Und auch das Rahmenprogramm mit Unterhaltung und leckeren Speisen ist anspruchsvoll. Das Gute: Alles findet in Hallen und Zelten statt. Niemand wird nass, niemand muss frieren. Nun kann ich aber nicht vier Tage lang zur Messe nach Wächtersbach. Deshalb habe ich noch einen zweiten Vorschlag: Strengt doch einfach mal euren Kopf an und erfindet neue Witze. Ich mache das schon eine ganze Zeit und erfreue (?) damit meine Familie und die Palast-Bewohner. Die sind total begeistert. Generell wird zu wenig gelacht auf dieser Welt. Also Leute: Erfindet Witze und schickt sie mir zu. Ich kann sie bewerten, wenn ihr möchtet. Und wenn ihr einen von mir hören oder lesen wollt, dann meldet euch.
Nico: Ich habe unlängst eine alte Leidenschaft wiederentdeckt. Während des Hausbaus und vor allem in der Gründerphase unserer großartigen Agentur hatte ich praktisch keine Zeit mehr, Bücher zu lesen. Das ist jetzt anders: Unser Haus steht, und wir haben zwei Mitarbeiterinnen im Team. Bleibt also ab und zu mal Zeit, die Füße hochzulegen. Das werde ich an diesem regenreichen Wochenende definitiv tun. Welches Buch ich lese, fragst du dich jetzt? Es sind Mord und Mordlust, die mich in den Bann ziehen. Gerade bin ich an „Knochenkälte“ von Simon Beckett. Das ist der siebte Teil der Reihe über den Anthropologen David Hunter, der von dem einen gruseligen Mordfall in den nächsten stolpert. Ich bin ungefähr zu einem Drittel durch, fehlen noch 200 Seiten. Und die schaff ich an diesem Wochenende, ganz bestimmt. So, ich schlage jetzt mein Buch auf und übergebe hiermit an unsere Mitarbeiterinnen.
Paula: Einfach mal wieder in Omas alter Spieleschublade wühlen: Das ist mein Tipp für alle, die ihre Schlechtwettertage sinnvoll nutzen möchten. Da meine Großeltern in Polen wohnen, habe ich das vor Jahren bei Jonis Oma gemacht – und das gute, alte „Rummikub“ herausgefischt. Daraus entstanden ist eine kleine Familientradition: Wenn sich draußen die Wolken zuziehen, treffen wir uns mit Wein, Snacks und Hausschlappen am Tisch und spielen so lang bis die Weinflaschen leer sind. Manchmal schummeln wir auch und machen einfach noch eine Flasche auf, weil es grad so schön ist. Ich kann dir sagen: Von Runde zu Runde wird es lustiger – und unfairer. Kann halt schonmal vorkommen, dass statt einer sechs eine neun an der fünf liegt. Sieht ja auch verdammt ähnlich aus. Für Vatertag ist ein weiterer Rummikub-Tag geplant. Nur dass es statt Wein Bier gibt. Ob das jetzt gut oder schlecht ist, dass es wesentlich länger dauert, bis eine Bierkiste leer ist, weiß ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.
Caro: Solche Tage sind für mich ein Zeichen, um mal wieder gründlich aufzuräumen: in der Wohnung, am Handy und im Kopf. Denn da sammelt sich ja im Laufe der Zeit einiges an: kreatives Chaos, halbfertige Gedanken, zu viele Kleinigkeiten und alles Mögliche, das man „später mal“ machen wollte. Also nehme ich mir an diesem langen Wochenende genau das vor, was ich schon ewig vor mir herschiebe. Es wird gelöscht, sortiert, neu geordnet und umgetopft, was Platz und mal wieder frische Erde braucht. Das klingt vielleicht nicht wahnsinnig spektakulär, ist aber erstaunlich befreiend. Denn wenn man im Außen Platz schafft und die Dinge anpackt, die schon viel zu lange schief im Regal des Lebens liegen, wird es im Kopf automatisch wieder ein bisschen klarer. Solches Schietwetter ist doch der reinste Luxus, um ohne schlechtes Gewissen einfach mal bei sich selbst anzukommen. Und wie sieht es bei dir aus? Was mistest du an so einem Regenwochenende als Erstes aus – die Abstellkammer, das Smartphone oder doch den eigenen Kopf?





