Antrag? Check. Standesamtliche Trauung? Check. Junggesellinnenabschied? Check. Kirchliche Trauung? Check. Was fehlt in der Auflistung noch, liebe ständig wachsende Fangemeinde? Richtig: die Flitterwochen. Am Samstag geht es endlich los! Und anders als bei den vorigen Ereignissen liegen die Zügel diesmal in der Hand des Bräutigams. Paula plant nicht mehr, Joni macht’s. Da kann ich mich ja entspannt zurücklehnen, oder?
Von Paula Wäß
Das Jahr neigt sich so langsam dem Ende zu. Und während es sich alle zuhause gemütlich machen und vielleicht schon die Weihnachtsdekoration vom Dachboden holen, steht meinem Mann und mir noch ein richtiges Jahreshighlight bevor: Wir fliegen nach Mexiko. Anders als viele Brautpaare haben wir uns dazu entschieden, nicht unmittelbar nach der Hochzeit in die Flitterwochen zu fliegen.
Ich bin ehrlich: Das hätte ich nervlich und organisatorisch nicht gepackt. Eine ganze Hochzeit selbstständig auf die Beine stellen und im gleichen Zeitraum eine große Reise mit mehreren Stopps planen? Für mich unmöglich. Und weil Joni schon gemerkt hat, wie beschäftigt ich mit den Hochzeitsplanungen bin, hat er Folgendes vorgeschlagen: „Wir fliegen erst im November. Das ist sowieso die beste Reisezeit für Mexiko. Und weißt du was: Ich übernehme die komplette Planung.“
Dieses Angebot habe ich dankend angenommen. Denn: Joni ist ein wirklich guter Reiseplaner. Er findet mit großem Abstand die besten Restaurants, navigiert uns sicher von der einen zur anderen Sehenswürdigkeit und bringt mich dazu, Dinge auszuprobieren, die ich ohne ihn vermutlich nie machen würde.
Wie unsere Reise im Detail aussehen wird? Gute Frage, nächste Frage. Wenn ich nachhake, was wir denn so machen, sagt Joni: „Wir leben einfach in den Tag hinein.“ Das wäre jetzt nicht unbedingt meine Art, einen Urlaub zu planen. Aber ich möchte mich ja nicht einmischen.
Ja, okay, du hast mich beim Lügen erwischt: So ganz kann ich mein angeborenes Organisations-Gen nicht ablegen. Deshalb habe ich selbstverständlich bereits recherchiert, mit welchen Bussen wir von der einen in die andere Stadt kommen, mein Koffer ist bereits seit Montag mit einer entsprechenden Reiseapotheke gepackt – und selbstverständlich kenne ich auch schon den Vornamen unseres Hotelmanagers.
Sollte Jonis „Wir leben in den Tag hinein“-Plan also nicht aufgehen, gibt es als Backup noch den guten, alten „Paula hat alle Listen bereits geschrieben“-Plan. Vielleicht ist es aber auch an der Zeit, mein Planungs-Gen für ein paar Wochen in den Urlaub zu schicken. Schließlich fliege ich nach Mexiko für den Tequila und die Entspannung. Ob mir das gelingt? Das verrate ich vielleicht im nächsten (und dann wirklich letzten) Paula-plant-Text.
Jetzt heißt es aber erst mal: Auf wiedersehen, ich bin im Urlaub!





