Des einen Reith, des anderen Freud!

Der Nico ist allein im Gedankenturm. Das heißt: Er kann tun und lassen, was er will. Und, liebe ständig wachsende Fangemeinde, da fallen ihm einige Dinge ein.

Von Nico Bensing

Der Gedankenturm ist etwas leerer momentan, er ist lediglich mit mir und meinen Gedanken gefüllt. Denn Steffen weilt derzeit im Urlaub. Deshalb ist der Gedankenturm auch deutlich leiser momentan, denn bekanntlich ist Steffen ja derjenige, der schwätzt, während ich – natürlich – fleißig arbeite. Ich gebe ja zu: Er hat sich den Urlaub verdient. Denn er hat nicht nur viel geschwätzt in den vergangenen Tagen, Wochen, Monaten und Jahren von Bensing & Reith, sondern auch viel geschafft. Gerade liegt er irgendwo am Wasser, aber nächste Woche ist er auch schon wieder da. Reicht ja dann auch.

Bis dahin kann ich hier im Gedankenturm schalten und walten, wie ich will! Das erinnert mich spontan an einen Film, den ich als Kind sehr gerne geschaut habe: „Kevin allein zu Haus“. Nun ist ja der Gedankenturm nicht mein Zuhause, und auch Steffen ist nicht so etwas wie eine Aufsichtsperson für mich (auch wenn er das vom Alter her sein könnte, aber das ist eine andere Geschichte), trotzdem fühlt es sich so an, als könnten die Mäuse auf dem Tisch tanzen. So wie eben bei Kevin.

Gegenüber Kevin habe ich allerdings gleich drei immense Vorteile. Erstens: Nix gegen „Kevin“. Aber ich habe den deutlich schöneren Vornamen. Mal ehrlich, dieses elegante, knackige und doch mit viel Verve versehene „Nico“ klingt doch wie Musik in den Ohren. Zweitens: Ich muss mich nicht gegen zwei völlig durchgeknallte Einbrecher zur Wehr setzen. Ein wirklich großer Vorteil, wie ich finde. Drittens: Ich bin in einem Alter, in dem ich Bier trinken darf. Generell immer ein Vorteil im Leben.

Jedenfalls könnte ich so viele Sachen anstellen, während Steffen weg ist. Was mir da zuerst in den Sinn kommt, das ist allerdings sonnenklar: Ich überklebe die Robert-Kaiser-Fanwand (oder Roland, oder wie auch immer). Und womit? Die Antwort ist so einfach wie erquicklich: Vor wenigen Wochen hatte ich alle Leser dieses Blogs dazu aufgerufen, mir Fotos und Bilder zukommen zu lassen, mit denen ich diese unsägliche Fanwand überkleben kann (siehe mein Text Alles in Butter im Gedankenturm – oder?). Und zu meiner großen Freude gab es tatsächlich einige, die abgeliefert haben. Ganz besonders ästhetisch: Steffens und mein Ex-FZ-Kollege Thomas Bertz, der umgeben von Wildkühen auf einer Naturwiese stehend und mit Milchglas in der Hand in die Kamera grinst. Danke für diese Mail, Thomas! Ich hätte das Foto gerne in Farbe ausgedruckt, aber das wäre dann doch zu viel des Guten gewesen.

Außerdem erreichte mich diese Woche ein Päckchen, darin: zwei große Fotos. Darauf: die Bande, mit der ich ein gutes Stück des Jakobswegs zurückgelegt habe. Du erinnerst dich, liebe ständig wachsende Fangemeinde: Da war ich im vergangenen Jahr, und es war eine unglaublich schöne Zeit und Erfahrung (siehe mein Text Ich war dann mal weg!). Die hängen jetzt jedenfalls an der Wand, auf die ich tagtäglich schaue.

Ach, und ein schickes „Bensing & Reith“-Poster habe ich auch noch gefunden. Damit habe ich den Rest von Robert überklebt, äh, Roland. Jedenfalls möchte ich allen, die sich eingebracht und mich unterstützt haben, danke sagen: Danke, danke, danke! Hach! Wie schön es jetzt ist, auf diese neue Fanwand zu gucken.

Ach so, eine Sache noch: Verratet Steffen bitte nicht, was ihn hier im Gedankenturm erwartet. Pssst! Der wird ganz schön Augen machen, wenn er aus dem Urlaub zurückkommt und die neue Fanwand sieht. Natürlich wird ihm das nicht so gefallen. Aber so ist das im Leben: Des einen Reith, des anderen Freud!

Und jetzt darfst du raten, was ich als nächstes tue, um einen entspannten Freitagnachmittag einzuläuten: Meinen schönen Namen habe ich ja bereits, Einbrecher sind auch nicht in Sicht, also, genau: Prost! Auf dich, liebe ständig wachsende Fangemeinde. Tschüss, schönes Wochenende!